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Aus Umbau wird Neubau wird städtebauliches Flaggschiff

Außenhaut Freiburger Uni Bib

Der Vorgängerbau stand an derselben Stelle von 1978 bis zum Beginn des Rückbaus im Januar 2011. Von dem Vorgängergebäude wurden drei Treppentürme und die Untergeschosse erhalten. Durch den Umbau erhielt das Gebäude eine transparente Fassadenhaut aus Metall und Glas. Damit konnte ein innovatives Licht- Energie und Klimakonzept umgesetzt werden. Die Studierenden erfahren diese Facetten des Baus durch die angenehme Kühle im Innern und durch die hellen, offenen Lernräume. Gleichzeitig wird 10 % des Energiebedarfs durch die circa 2.000 m² große Photovoltaikanlage auf dem Dach der UB abgedeckt.

 

Die steilen, schrägen Flächen der Außenfassade lassen die Gebäude der Nachbarschaft neu zur Geltung kommen. Daran hat die Spiegelung der Fassadenfläche einen großen Anteil. Allerdings kam es schon vor der Eröffnung zu einem Problem mit Südostfassade. Bei flach einfallendem Sonnenlicht reflektierte die Bibliothek die Strahlen so außerordentlich, dass Autofahrer geblendet wurden. Mittlerweile wurde diesem Problem Abhilfe in Form von Stoffbahnen und bedruckter Folie geschaffen.

In Freiburg streiten sich die Geister an den vor- und rückspringende Fassaden der Universitätsbibliothek. Die revolutionären Formen und die gestiegenen Kosten im Verlauf der Bauphase lieferten den Kritikern Munition. Grob zwei Jahre nach der Eröffnung haben aber auch die streitsamsten Traditionalisten Ihren Frieden mit dem städtebaulichen Schmuckstück geschlossen. Vor allem bei den Studierenden ist der Bau äußerst beliebt, in den Kernzeiten zwischen 9 Uhr und 18 Uhr sind freie Plätze Mangelware. Seinen Hauptzweck erfüllt die UB daher und macht sich unbezahlbar: Sie beschert den Lernenden helle Momente.