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Jacke wie Hose? Dresscodes bestimmen, was wir tragen

Neben der aktuellen Mode bestimmt der Begriff „Dresscode“ (Kleiderordnung) den Griff in den Kleiderschrank. Der Dresscode umfasst die Regeln und Vorschriften zur gewünschten Kleidung im privaten, gesellschaftlichen, kulturellen und geschäftlichen Umfeld. Diese Regeln basieren aufgrund von Konventionen – einer stillschweigenden Übereinkunft oder einer Erwartungshaltung, zum Beispiel eines Arbeitgebers. Kleidung - im Gesamtbild mit Haarschnitt, Schuhen und anderen Accessoires – spiegelt aber auch den gesellschaftlichen Status wieder. In einer Firma kleidet sich die Geschäftsleitung anders als die Poststelle.

Kleidung als gesellschaftliches Zeichen

Dem sozialen Status entsprechend gab es bereits im Altertum eine Kleiderordnung. Im frühen Mittelalter wurde durch Erlasse oder Verfügungen seitens der Landesherren, Stadträte und Regierungen die zulässige Kleiderordnung für die einzelnen Stände festgelegt. Dadurch wurde die gesellschaftliche Hierarchie optisch deutlich gemacht. Dabei wurde sogar festgelegt, welcher Stand welchen Tierpelz tragen durfte. Damals sollte diese Kleiderordnung aber auch vor Verschwendung und damit Verarmung schützen sowie – damals schon! – die heimische Wirtschaft geschützt werden, denn der Import von kostbaren Materialien war teuer.

Dresscodes im Beruf

Im Arbeitsleben wird die Kleiderordnung oft durch den Arbeitgeber vorgegeben

Diesen vorgegeben „Dresscode“ kennen wir auch heute noch in verschiedenen Bereichen – vor allem im Berufsleben.

Als Funktionsabgrenzung tragen im medizinischen Bereich alle Menschen meist weiße Kleidung, Handwerker einen funktionalen und robusten Overall, Servicekräfte eine Kombination aus schwarzer Hose/schwarzem Rock mit weißem Hemd/weißer Bluse oder das Tragen einer Uniform wie z.B. bei der Polizei.

Im Arbeitsleben wird die Kleiderordnung oft durch den Arbeitgeber vorgegeben, dies kann auf dem Image, der Branche, aber auch auf der gewünschten Unternehmenskultur sowie dem Corporate Identity (Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit) beruhen.

Dresscodes im Sport

Auch in vielen Sportarten gibt es einen „Dresscode“. So verlangen heute noch viele Golfclubs von ihren Mitgliedern auch bei der Kleidung die Etikette (Hose im Karomuster und Shirt mit Halskragen nebst entsprechendem Schuhwerk) einzuhalten. Auch Schutzkleidung (z.b. Schienbeinschoner) oder einheitliche Trikots bei den Mannschaftssportarten – besonders bei Wettkämpfen – unterliegen einem strengen „Dresscode“. Dies gilt aber auch für den Tanzsport oder Reitsport. Beim Tennis wurde es bereits ein bisschen bunter. Aufweichungen beim „Dresscode“ in den Sportarten sind oft dem Sponsoring geschuldet.

Stilsicher bei Veranstaltungen

Wenn zu einer Festlichkeit in legerer Kleidung eingeladen wird, sollte als Gast kein allzu schickes Outfit gewählt werden.

Bei Veranstaltungen oder Einladungen zu festlichen Anlässen wird der gewünschte „Dresscode“ oft bereits mit der Einladung mitgeteilt. Dem sollte auch nachgekommen werden, um seinen Respekt zu zollen und um der vom Gastgeber gewünschten festlichen Atmosphäre beizutragen.

Aber auch wenn zu einer Festlichkeit in legerer Kleidung eingeladen wird, sollte als Gast kein allzu schickes Outfit gewählt werden.

Mancherorts im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel im Spielcasino oder besonderen Restaurants, wird auch heute noch Krawatte und Jackett von den Gästen gewünscht.

Alles Casual oder was?

Bei den vielen Stilrichtungen in der Mode und Begriffen, wie – Dresscode Casual - Dresscode Smart Casual - Dresscode Business - Dresscode Come as you are - Casual Friday, die sich heute in unserem Sprachgebrauch befinden, kann schon einmal Unsicherheit bei der Kleiderwahl entstehen. Sauber, gebügelt und farblich abgestimmt – da kann eigentlich nichts schiefgehen. Aber auch eine Orientierung bei den Kollegen und Kolleginnen kann hilfreich sein. Bei absoluter Ratlosigkeit hilft nur eine direkte Nachfrage; zeigt dies doch das Interesse und den Willen, den „Dresscode“ zu erfüllen.

Sauber, gebügelt und farblich abgestimmt – da kann eigentlich nichts schiefgehen.