Bademode-Trends

Von Badekleidern bis Bikinis

Beginnen wir mit einer kleinen Geschichte der Bademode. Diese gibt ein Gespür für den Facettenreichtum, mit dem sich die Bademode auch heute wandelt.

Im frühen 19. Jahrhundert entstand die erste Bademode in Form von langen Kleidern, die von Kopf bis Fuß den Körper der Frau bedeckten. Damit keine Hautstellen zum Vorschein kamen, wurden einige Kleider sogar mit Gewichten in den Säumen beschwert. Außerdem wurden zu dieser Zeit Holzkisten auf Rädern genutzt, mit denen Frauen an den Strand gerollt wurden, um sie vor den Blicken der Männer zu schützen. Allerdings hielt diese Philosophie mit extrem verhüllten Kleidern nur bis zum frühen 20. Jahrhundert, denn danach wurde die Bademode etwas kürzer und bequemer, unter anderem dank Annette Kellerman. Die Weltrekordschwimmerin zeigte an einem Strand in den USA ihre Beine in einem einteiligen Badeanzug und wurde dafür sogar wegen Entblößung auf öffentlichem Areal verhaftet. In den Vereinigten Staaten wurde ihr Anzug deutlich mehr verpönt als in weiten Teilen Europas. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde in engen Oberteilen und passenden Caprihosen deutlich körperbetonter gebadet. Besonders beliebt war der Matrosenanzug, der sich durch seine Puffärmel auszeichnete. Mutigere und rebellischere Frauen wagten sich an den sogenannten „Shorty“, sprich einen Einteiler, der die Oberarme, Schultern und alles bis zur ersten Hälfte der Oberschenkel umhüllte. Während der 1940er und 1950er Jahre unterlag die Bademode eher funktionellen Faktoren statt modischen. Demnach trugen Frauen schlichte Badeanzüge aus Wolle. Konträr zu der biederen, rein praktischen Mode entwarf der französische Ingenieur Louis Réard den Bikini, der jedoch zunächst vom Einteiler in den Hintergrund gedrängt wurde. Ab den 1950er Jahren wandelte sich die Bademode rasant und erlebte einen regelrechten Boom. Frauen griffen statt zu den konservativen Modellen zu weiblicheren, trägerlosen Formen. Spätestens in den 1960er Jahren etablierte sich der Bikini vollständig in der Modewelt und ist seitdem nicht mehr wegzudenken Daraufhin folgten sogar auffälligere Monokini und Tankini.

 

 

Weibliche Bademode Trends im Jahr 2019

Badeanzüge mit Logo

Auch in diesem Sommer hält die Modewelt unzählige Badetrends für moderne Frauen bereit. Ein erster erkennbarer Trend für die kommenden Sommermonate sind Badeanzüge mit großen Logoaufdrucken, die sowohl elegant als auch sportlich in Szene gesetzt werden können. Im Vergleich zu 2018 nahmen die Suchanfragen nach Badeanzügen mit inkludierten Logos sogar um 40 Prozent zu.

One-Shoulder-Bikinis

Der wohl raffinierteste Trend 2019 sind asymmetrische One-Shoulder-Bikinis, die an die Mode der 1980er Jahre erinnern. Auch wenn sie für ungewollte Bräunungsstreifen sorgen, heben sich Frauen mit diesem extravaganten Modell deutlich von der Masse ab.

 

 

High-Waist-Bikinis

Vor Jahren war bereits die Jeans im High-Waist-Modell topaktuell, mit weit über die Taille hochgezogenen Formen, nun färbt der Trend auf die Bademode ab. Für Frauen, die ihre Beine optisch verlängern wollen oder sich schlanker schummeln möchten, bietet sich der Schnitt ebenso an wie für durchtrainierte Sportliebhaberinnen.

Bikinis mit geriffelten Strukturen

Strukturtechnisch überzeugen diesen Sommer geriffelte Bikinis, die aufgrund des Materials süß und verspielt wirken. Vor allem bei knapperen Bikinis wirkt die Struktur dennoch erwachsen und lässig.

Bikinis mit Print

Bereits letztes Jahr trugen Frauen gerne Printmuster auf verschiedenen Kleidungsstücken, dieses Jahr ist der Trend auch in der Bademode angekommen. Besonders beliebt unter den Farb- und Musterkombinationen sind Blumenprints und Animalprints.

Letztendlich ist der wohl größte Trend 2019 allerdings der Nachhaltigkeitsgedanke, der auch in der Bademode zunehmend eine bedeutende Rolle einnimmt. Immer mehr Hersteller greifen deshalb auf recycelte Materialien für neue Kollektionen zurück.