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Im Test: VW Touareg III

Wegweisendes Display- und Steuerungssystem

Nach wie vor ist der Touareg ein stattliches SUV, das seinen Namen verdient. Kein City-SUV. Ihn gibt es nach wie vor ausschließlich mit Allradantrieb. Er kann mit der passenden Bereifung auch Gelände. Modernste Fahrwerkstechnik und seine schiere Größe sorgen aber auch dafür, dass er ein bequemer Lademeister für die Langstrecke ist. Für Volkswagen ist er aber weit mehr, als ein großes SUV.

Für die Wolfsburger soll der neue Touareg Zeichen des Aufbruchs setzen.

Hin zu ehrlichen, sauberen Motoren. Ja, auch zu Diesel-Motoren. Ganz bewusst ist der zunächst allein verfügbare Antrieb der 3 Liter Diesel, der selbstredend die aktuell anspruchsvollste Abgasnorm 6d temp erfüllt. Und als Flaggschiff der Marke muss er natürlich Technologieträger sein, der für die kleineren Baureihen die Stoßrichtung vorgibt.

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Mit dem Lenkrad alles im Griff

Vorn beherrscht der breite, selbstbewusste, chromlastige Kühlergrill mit innovativen LED-Scheinwerfern den optischen Auftritt. Hinten setzt das gefällig geschnittene Heck mit klar gezeichneten LED-Rückleuchten das Design.  Doch das Highlight hat VW innen gesetzt. Ein modernes Armaturenbrett – von einem Brett kann man eigentlich nicht mehr sprechen – beinhaltet mit einem ausgeklügelten Bediensystem alle wesentlichen Funktionen – nicht zuletzt die Assistenzsysteme. Knöpfe werden nur noch vereinzelt eingesetzt. Was für den Fahrer wichtig ist, kann über das Lenkrad aktiviert werden.

Der Materialmix im neuen Toaureg gefällt mir ausgesprochen gut. So fühlen sich das mit gefüttertem Leder bezogene Armaturenbrett und die Türverkleidungen hoch wertig an. Gespart hat VW unverständlicherweise am Material für die Seiten der Mittelkonsole, denn hier wurde schnödes Hartplastik verwendet, das nicht zum restlichen Auftritt passen möchte. Die Sitze des neuen Touareg geben alles her, was man von einem luxuriösen Automobile erwartet. Perfekt gepolstert, bequem und trotzdem mit viel Seitenhalt, die Seitenwangen lassen sich dem Körper des Fahrers anpassen, wunderbare Massagefunktionen tun dem Rücken auf langer Fahrt Gutes.

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Zwei Top Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit

Nightvision: Eine Infrarotkamera kann bei Nacht die Straße vor dem Fahrzeug ausleuchten und im digitalen Display hinter dem Lenkrad darstellen. Dieses System kann Menschen bei Nacht an ihrer Körperwärme erkennen und sie beim erreichen kritischer Entfernungen rot markieren, damit der Fahrer auf sie aufmerksam wird. Das Lichtsystem blinkt die Passanten zusätzlich kurz an, damit auch sie auf das herannahende Auto aufmerksam werden. Mehr Sicherheit ist aktuell technisch kaum möglich.

Das neue Matrix-Licht leuchtet das Feld vor dem Auto mit 128 LED-Zellen pro Scheinwerfer aus. Dabei werden herannahende Objekte detektiert und vom System binnen Milli-Sekunden ausgeblendet, damit sie nicht geblendet werden. Falls der Fahrer das Fahrprogramm „Off-Road“ gewählt hat, leuchten die LED-Scheinwerfer ein wesentlich breites Feld links und rechts vor dem Fahrzeug aus.

Gutes lässt sich auch vom zum Marktstart einzig verfügbaren Antrieb sagen. Der moderne 3 Liter Diesel mit seinen 286 PS (210 kW) und 600 Newtonmeter maximalem Drehmoment schiebt den neuen Touareg auf Wunsch dynamisch vorwärts.

Text: Dr. Friedbert Weizenecker www.der-autotester.de

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