Manschettenknöpfe - Trotz bescheidener Größe ein eleganter Blickfang

mannschettenknoepfe

Wir Männer sind was die Auswahl an Schmuck angeht wirklich begrenzt. Außer bei Rockstars und Surfern sehen Ketten immer etwas verwegen aus. Wollen Männer mehr Metall an den Fingern tragen als ein Ehering, sollten es schon Super Bowl Ringe sein. Da davon jährlich nur eine äußerst begrenzte Zahl vergeben wird, steht diese Option quasi auch nicht zur Verfügung.

 

Derart limitiert bleibt uns Herren der Schöpfung fast nur noch der Griff zu Mannschettenknöpfen. Diese bieten den unschlagbaren Vorteil das sie auf den ersten Blick nicht auffällig sind. Gleichzeitig gelten sie mehr als Zierde der Bekleidung den als Schmuckstück seines Trägers. Sie signalisieren auch eine gewisse Bereitschaft, mehr als das geforderte Minimum an Stil an den Tag zu legen. Machen wir uns nichts vor, ihre Handhabung ist sperrig und Varianten aus Gold oder Silber erleichtern das Portemonnaie eines Gentlemans etwas. Wobei selbst die bei den meisten Herrenausstattern in großen Bonbonieren feilgebotenen Stoffknötchen einen entzückenden Reiz auf das geschulte Auge ausüben. Es gibt sie ein- und mehrfarbig, daher sind diese kleinen geflochtenen Kugeln eine dankbare Ergänzung jedes Alltagslooks. Es gilt allerdings, Manschetten werden ausschließlich zu Hemden mit doppelter manschette getragen, oder aber zum Frackhemd.

 

Aus einem nüchternen Blickwinkel betrachtet sind Manschetten lediglich zwei gleiche Objekte, die so gefertigt sind, dass sie durch die Knopflöcher der Manschette passen, und die durch ein elastisches band, einen Steg oder eine Kette verbunden sind. Ihre Ausgestalltung in Fabe, Material und Form ist so mannigfaltig wie die Natur selbst.

Im frühen 19. Jahrhundert galten Manschetten als feminin und ihren Trägern wurde gar Feigheit unterstellt.Es mag daher rühren, das der Legende zufolge ein in der Tat feiger Student sich einem Duell entzog, unter dem Verweis das “er Manschetten habe”. Die damals modischen, überhängenden Manschetten behinderten angeblich den Gebrauch seines Degens. Noch heute findet man diese Formulierungen, wobei die Konnotation feige und feminin durch stilsicher und fesch ersetzt wurde. Denn es galt schon immer, es zählt jedes Detail und sei es auch nur so klein wie ein Manschettenknopf.

 


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