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Entspannende Hände - Massagetechniken

Massagen dienen der Entspannung.

Massagen gehen auf eine uralte Heilkunst zurück, die seit jeher in verschiedenen Kulturkreisen eingesetzt wird. Massagen dienen der Entspannung, dem Wohlbefinden und der Muskellockerung; sie können Krankheiten vorbeugen und heilen und vermitteln durch die Berührung ein Gefühl von Geborgenheit. Schafft man es während einer Massage tatsächlich loszulassen, lässt sich das Zusammenwirken von Körper und Seele spüren.

Faktoren wie Stress, Unzufriedenheit oder auch körperliche Erschöpfung äußern sich bei jedem Menschen anders. Bei außerordentlicher Belastung mag der eine mit Schmerzen und Verspannungen reagieren, während ein anderer mit Schlafstörungen zu kämpfen hat. Bei manchen Massagen ist es für die zielführende Behandlung oft auch erforderlich, die Gewohnheiten - wie zum Beispiel Ernährung – zu ändern.

Egal, ob der Alltag durch den Luxus einer Massage bereichert werden soll oder ein ernstes gesundheitliches Problem zugrunde liegt: auch hier vor Ort findet sich ein breites Angebot an Massagen, die jede Fernreise nach Indien oder Thailand überflüssig machen und meist in exklusiv gestalteten Wellnesstempeln oder Spa-Bereichen von Hotels angeboten werden. Doch welche Massage dieser exotischen Massagen ist für einem die richtige?

Shiatsu-Massage - Japan

Diese japanische Massagetechnik basiert auf der traditionellen chinesischen Medizin, wonach der Körper von Meridianen durchzogen ist. Diese Energiebahnen verlaufen unter der Haut und verbinden Organe und Drüsen. Durch Umwelteinflüsse wie schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung oder Stress können Blockaden in den Energiebahnen entstehen.

Durch eine sanfte Akupressur (Druckmassage) mit der Handfläche und einem bestimmten Druck mit dem Daumen werden die Beschwerden ertastet und behandelt. Dadurch werden diese Energiebahnen stimuliert und die Energie im Körper wieder zum Fließen gebracht. Die Shiatsu-Massage findet Anwendung bei vielerlei Beschwerden; sie kann beispielsweise bei Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen helfen, aber auch bei einem Burnout, Verdauungsproblemen, Atemwegserkrankungen oder Schlafstörungen.

Lomi Lomi Nui - Hawaii

Lomi Lomi Nui: traditionelle hawaiianische Massage

Hinter dieser traditionell hawaiianischem Massage steht die Idee, nur in einem entspannten, körperlich und seelischen gereinigten Menschen, könne die Energie fließen und damit der Mensch gesund sein. Daher wird der ganze Körper – vom Kopf bis zu den Zehenspitzen – massiert. „Streichen, kneten, drücken“ bedeutet übersetzt Lomi. „Großartig“ lautet die Übersetzung von Nui. So bedeutet Lomi Lomi Nui ein „großartiges Streichen, Kneten und Drücken“.

Mit viel Öl wird der gesamte Körper behandelt, was bis zu zwei Stunden dauern kann. Dabei sind die Bewegungen fließend, stellenweise wird auch Druck ausgeübt. Dabei kommen nicht nur die Hände, sondern auch Unterarme und Ellenbogen zum Einsatz. Dabei soll sich der Körper beruhigen und gleichzeitig Blockaden gelöst werden. Neben der Entspannung für Körper, Geist und Seele, kann diese auch allgemeinen Alltagsbeschwerden entgegen wirken.

Nuad Phaen Boran - Thailand

Hinter diesem wohlklingenden Namen verbirgt sich die traditionelle Thai-Massage und bedeutet „uralte heilsame Berührung“. Begonnen wird bei dieser mit einer Fußwaschung und dem überziehen eines großen Baumwollanzugs. Dabei steht das Wohlfühlen im Zentrum der ganzen Zeremonie.

Diese fernöstliche Massage wird am ganzen Körper, ursprünglich ohne Öl, ausgeführt. Es wird gedrückt, es wird gestreckt, es wird gezogen, es wird gedehnt, es wird geschlagen… mittels der Hände, den Ellbogen, den Knien und den Füßen des Masseurs. Die Thai-Massage ist eine Kombination vieler Elemente: sanfte Akupressur, Streck- und Dehnübungen und Übungen aus dem Yoga sollen helfen, Blockaden und Verspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern sowie den Stoffwechsel und Kreislauf anzuregen.

Ayurveda - Indien

Zu Beginn der Ayurvedischen Massage wird der Körper mit gewärmten Öl massiert.

Die Ayurveda Massage als Teil der indischen Heilkunst, deren Wurzeln bereits in den Vedischen Schriften zu finden sind, ist eine Jahrtausende alte Therapieform. Davon ausgehend, dass das Leben eine Einheit von Körper, Sinnen, Verstand und Seele ist, sollte das wahre Ayurveda als ganzheitliche Therapie betrachtet werden.

Zu Beginn einer jeden Massage wird der ganze Körper mit gewärmten Öl in schwingenden Bewegungen von oben bis unten massiert und so stimuliert, die Poren zu öffnen. Je nach Ziel der Behandlung kann eine weitere therapeutische Massage eingesetzt werden – reinigend, durchblutungsfördernd, nährend oder auch entgiftend.

Die Lehre des Ayurveda sieht den Schlüssel für eine anhaltende Gesundheit jedoch in der Harmonie von Ernährung, körperlicher Verfassung und unbeschwerter Mentalität.

Hot-Stone-Massage - Pazifik, Asien, Amerika

Entspannung durch Wärme zu erzielen, war in vielen Kulturen beheimatet. Die Hot-Stone-Massage, hat pazifische, asiatische als auch amerikanische Wurzeln. Ziel ist, wie bei vielen anderen Massagen auch, den Energiefluss im Körper zu steigern und damit Blockaden abzubauen und Schmerzen zu lindern. Dies geschieht mittels auf 60 °erwärmten Steinen, meist Basalt.

Bei der Hot-Stone-Massage werden an Kopf, Bauch, Armen, Beinen und Füßen die markanten Energiezentren mit Öl eingerieben. Anschließend werden auf diese Stellen die heißen Steine gelegt. Weitere Steine werden zum „aktiven Massieren“ genutzt. Die Wärme der Steine und die Massagebewegungen entspannen die Muskeln. Der Kontrast zwischen Wärme- und Kältereizen stimuliert das zentrale Nervensystem, die Gefäßtätigkeit und den Stoffwechsel.

Natürlich gibt es noch viele weitere Massagen, die bereits bewährt auch von der Schulmedizin anerkannt, empfohlen und verschrieben werden. Auch hier bereits seit langem bekannte Massagearten, wie Aromaölmassage, Fußreflexzonen und Gesichtsmassagen haben ihre heilende Wirkung und leisten ihren Beitrag zu Wohlbefinden und Genesung.