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Porsche Boxter S 718 (2016) <small>Mit vier Töpfen zum Erfolg?</small>

Porsche Jan Weizenecker

Ich erschrak bei der Nachricht, dass der 6-Zylinder Saug-Motor im Boxster und sogar im Boxster S durch einen down-sizing-turboaufgeladenen Mittelmotor ersetzt würde. Was das optische angeht, finde ich ihn auf Anhieb noch ein Stück gelungener als den Vorgänger. Für einen Porsche hat der Boxster jetzt ein relativ kantiges Design. Mit ausgeprägten Kotflügeln, breiten Muskeln und messerscharfen Linien.

 

Zu den Details: Von vorne beginnend sind das die Scheinwerfer. Sie nutzen jetzt LED-Technik und weisen eine technische Kühle im 3D-Design auf, die unnachahmlich der Porsche DNA entspricht. An der Seite fallen die elektrisch einklappenden Seitenspiegel auf. Dann die großen, mit Kunststoff umrandeten Lufteinlässe. Sie schärfen das Profil, geben mehr Sportlichkeit und werden benötigt, um den Motor mit ausreichend Frischluft zu versorgen. Am Heck strahlen die LED-Rückleuchten. Sie sind durch zwei Streifen und 4 Punkte gekennzeichnet. Verbunden werden Sie wieder mit einer Zierblende, die mehr optische Breite gibt.

 

Das tolle am Boxster ist, dass er ein reiner Sportwagen ist.Schauen wir uns das 4 töpfige Motörchen an. Es leistet aus 2.0 Litern Hubraum 300 PS im Boxster und im Boxster S 350 PS aus 2,5 Litern. Das sind immerhin ganze 35 PS mehr als beim Vorgänger. Dabei beschleunigt der Neue in 4,7 Sekunden von 0 auf 100, der S braucht nur 4,2 Sekunden. Damit hat der neue S einen besseren Beschleunigungswert als der alte S.

Porsche Jan Weizenecker

Zwar klingt er anders als der 981, aber auf seine Art beeindruckend krawallig und wütend. Der Boxster S saugt sich so fest in den Kurven, dass es bei eingeschaltetem PSM schwer ist, das Ding quer zu stellen.

 

Neues Gimmik am Lenkrad ist der Response Button Drehknopf. Drückt man ihn, stellt sich alles 20 Sekunden lang auf die sportliche Aggressivität des Sport+ Modus ein – nur das Fahrwerk nicht. Formel 1 Feeling pur. Der Boost-Modus ist in der aufpreispflichtigen und tiefergelegten Sportfahrwerk-Version enthalten. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) macht seine Sache einfach nur göttlich. Die Bremsen sind ebenfalls genial. Ihr Ingenieure aus Weissach, ich verneige mich vor euch.

 

Einziges Manko, sie ahnten es. Der Porsche wird einem trotz der verlorenen Zylinder nicht geschenkt. Und auch billiger wird er nicht. Stolze 53.646 Euro müssen Sie für den Boxster künftig berappen. Der Boxster S schlägt mit 66.141 Euro zu Buche.

Mit freundlicher Genehmigung von

www.der-autotester.de